Der Fall (und damit die Endung) hängt von der Rolle im Satz ab: Subjekt = Nominativ, direktes Objekt = Akkusativ (Pijem kavu = ich trinke Kaffee), Ort = Lokativ (Ja sam u Zagrebu). Männlich/weiblich/sächlich enden unterschiedlich — Fallnamen antippen für die Regel.
Verneint wird mit ne vor dem Verb: ne radim (ich arbeite nicht). Gib ein Verb ein für Bejahung vs. Verneinung:
Nur diese drei Verben verschmelzen mit „ne" zu einem Wort (auswendig lernen). Alle anderen werden getrennt verneint — auch moći → ne mogu (obwohl im Präsens unregelmäßig):
Kurzantworten: betontes Ja = jesam! (Jesi li? – Jesam.) · Nein = ne / nisam.
Maskuline Nomen (Singular meist auf Konsonant) bilden den Plural auf drei Arten. Die Endung ist farbig:
zid → zidovi (Wand) · sin → sinovi (Sohn) · stan → stanovi (Wohnung) · park → parkovi · krov → krovovi (Dach)
zec → zečevi (Hase · c→č) · muž → muževi (Ehemann) · jež → ježevi (Igel) · stric → stričevi (Onkel · c→č) · sir → sirevi (Käse · Ausnahme mit r)
zub → zubi (Zahn) · pas → psi (Hund · „a" fällt weg) · dan → dani (Tag) · prst → prsti (Finger) · keks → keksi (Keks) · prozor → prozori (Fenster, mehrsilbig)
Merksätze:
• -evi statt -ovi nach weichen Konsonanten (c/č/ć/ž/š/j …); dabei wird c oft zu č (zec→zečevi).
• Die meisten einsilbigen Nomen nehmen den langen Plural (-ovi/-evi).
• Ob ein einsilbiges Nomen kurz (-i) bildet (zub, dan, prst …), ist größtenteils auswendig — eine feste Gruppe (oft Körperteile, alte Alltagswörter, Lehnwörter wie keks).
• Mehrsilbige Nomen: fast immer kurzer Plural -i (profesor→profesori).
• „pas → psi": das flüchtige a fällt im Plural weg (pas → ps- → psi).
Einsilbige Maskulina, die trotzdem nur -i nehmen: